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Gesamtrebfläche:
Rebsortenspiegel:
Lagen:




85%

15%

Durchschnittliches Rebalter: Durchschnittlicher Ertrag:

Betriebsgeschichte:

 




5,0 ha
Riesling 80%, M-Thurgau 5%, Bl. Spätburgunder 10%, Cabernet Sauvignon und Merlot 5%
St. Aldegunder Palmberg-Terrassen
St. Aldegunder Klosterkammer
St. Aldegunder Himmelreich
     Alfer           Hölle (Einzellage in Alleinbesitz)

wurzelechte Reben aus eigener Selektion und Vermehrung (Der "alte, gelbe, ertragsschwache
aber extraktreiche Moselriesling"!)
Klone (Gm 239, Gm 237, Gm 198, W21) als Propfreben (5C, SO4) oder wurzelecht 

25 Jahre
Weißwein 60 hl/ha; Rotwein 45 hl/ha

In der Familienchronik läßt sich die Weinverbundenheit der Stein`schen Vorfahren bis ins
17. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Männer fungierten in der Vergangenheit häufig auch als Weinhändler, Kellermeister oder Fassküfer und übten den Weinbau, zusammen mit den Frauen, meist im Nebenerwerb aus. Erst die Eltern der jetzigen Besitzer, Heinrich und Erna Stein, widmeten sich seit 1948 ganz dem Weinbau und bauten in den Nachkriegsjahren aus bescheidenen Anfängen das heutige Weingut auf. Dabei wurde von Anfang an eine konsequent eigenständige und qualitätsorientierte Linie verfolgt, die sich schon in den 50iger und 60iger Jahren folgendermaßen niederschlug:

• Anbau wurzelechter Rieslingreben ausschließlich in Schiefersteillagen
• geringe Erträge von Ø 75 hl pro ha
• umweltschonender Anbau durch Verzicht auf Herbizide und hohe Mineraldüngergaben
• Differenzierte und meist sehr späte Lese; Entrappen der Trauben
• schonender Weinausbau im Holzfaß; Verzicht auf Süßreserve, diverse Weinschönungsmittel
  und Konservierungsstoffe
• Ausbau schlanker, säurebetonter Weine - von durchgegoren bis zu solchen mit dezenter
• Restsüße - auch in den "süßen" 70er Jahren
• Weinabsatz fast ausschließlich an selbstabholende Privatkunden mit enger Anbindung an
• Familie und Betrieb
• Keine Werbung, stattdessen jährliche fachliche Informationen über weinrelevante Themen

Diese Konzeption konnte in den 70iger und 80iger Jahren durch die jetzigen Besitzer weiterverfolgt und ausgebaut werden. Vor allem im Bereich der Kellerwirtschaft wurden die auf diversen Fachschulen erworbenen Erkenntnisse durch intensive praktische Versuche überprüft, manches verworfen, vieles verändert und letztlich für den Betrieb optimiert.

Kurzbeschreibung unserer  An- und Ausbauphilosophie:

Der Einsatz fundierter praktischer und theoretischer Kenntnisse zur kritischen Überprüfung und Optimierung sowohl alter wie auch neuer An- und Ausbaumethoden in Weinbau und Kellerwirtschaft, sind neben Risikobereitschaft, Neugierde, Mut zur Selbstkritik und der Leidenschaft zum "Weinmachen", für uns die Voraussetzung, das große Potential des Steillagen-Rieslings optimal zu nutzen. Im Vordergrund steht die Produktion schlanker, rassig-filigraner, trocken und halbtrockener Rieslingweine, die bei hohen Extraktwerten und relativ niedrigem Alkoholgehalt, gleichermaßen bekömmliche wie anspruchsvolle "Alltagsweine" darstellen.

Um die Möglichkeiten des Winzerberufes auch selbst voll auszukosten, kommen ergänzend dazu auch andere Spezialitäten zu Ehren: Von Edelfäule geprägte, saftige Auslesen und Beerenauslesen; kraftvolle Eisweine; stoffigsamtige Rotweine und Riesling mit dezenter Barriquenote; elegante Rieslingsekte und ausgefeilte Trester-, Hefe- und Traubenbrände. Um trotz aufwendiger An - und Ausbaumethoden auch "bezahlbare" Produkte anbieten zu können, werden alle "Äußerlichkeiten" zugunsten des Inhaltes reduziert, d.h. z.B. keine teure Werbung oder Präsentationen, stattdessen fachliche Informationen, die als Weinbriefe mit der Preisliste einmal jährlich verschickt werden; keine teuren Sonderflaschen oder aufwendige Verpackungen, dafür lieber hochwertige Korken.

Ergänzend zu den unter "Betriebsgeschichte" aufgeführten Maßnahmen, werden seit 10 Jahren auch keine Insektizide - zur Bekämpfung tierischer Schädlinge - mehr verwendet und nur noch die Pilzkrankheiten mit umweltschonenden Fungiziden bekämpft. Bei der Lese wird selbstverständlich kritisch selektioniert und die Trauben in Lesebüttchen direkt zur Kelter gebracht, schonend entrappt oder - in Abhängigkeit von Reifegrad und Botrytisbefall - mittels einer neuen pneumatischen Kelter absolut schonend ausgepresst.

Weiterhin werden alle Moste mittels einer speziellen Kühlanlage temperaturgesteuert vergoren, gekühlt auf der Feinhefe gelagert und die Weine mit Restsüße durch Kälte an der Endvergärung gehindert. Dadurch bleiben Bukett- und Aromastoffe, Alkohol und Kohlensäure sowie, bei
Bedarf, eine eigene, fruchtig-harmonische Restsüße optimal erhalten.

Weitere Informationen:
Seit einigen Jahren finden in lockerer - und sehr privater - Atmosphäre im hoch über der Mosel gelegenen "Haus Waldfrieden" vielfältige kulturelle Ereignisse statt. Dazu gehören u. a.: Klassische Konzerte (Geige, Klavier, Cembalo, Gitarre, Harfe, Cello, Flöte, Gesang), musikalisch-literarische Weinproben unter dem Motto "Weine schmecken und hören", Theateraufführungen, Lesungen und Kabarett. In ca. 15 Veranstaltungen pro Jahr haben neben international renommierten Künstlern auch junge (noch!) unbekannte Talente die Gelegenheit, dem sowohl kritischen wie gleichermaßen wohlwollenden Publikum, ihre Künste zu zeigen.

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Copyright © by Stein-Wein, Seite aktualisiert am 21.02.06